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Impuls 12.5.2020 – Lockerungen

Lockerungen – dieses Wort habe ich in den letzten Tages so oft gehört. Die strengen Vorschriften in Verbindung mit der Corona-Pandemie werden zunehmend gelockert, in unserem Alltagsleben soll wieder mehr mehr möglich sein. Die Reaktionen darauf sind durchaus unterschiedlich: viele freuen sich über die Lockerungen und die Freiheit, manche sind unzufrieden, weil es immer noch Einschränkungen gibt, andere sind ängstlich und unsicher, weil die Lockerungen vielleicht wieder zu mehr Erkrankungen führen.

Mir ist in diesem Zusammenhang das Bild von Maria der Knotenlöserin in den Sinn gekommen. Das Originalbild hängt in Augsburg in der Kirche St. Peter am Perlach. Maria hält ein langes Band in der Hand, ruhig und geduldig löst die vielen Knoten aus diesem Band. Wenn ich einen Knoten lösen will (im Schnürsenkel, im Wollknäuel, in der Wäsche…), dann muss ich erst nach und nach die festgezogenen Fäden lockern und dann erst kann ich sie auseinanderziehen. Das ist auch ein ganz gutes Bild für unsere derzeitige Situation in den Gemeinden: es gibt noch viel Verwirrung, Verunsicherung, Unzufriedenheit… - aber inzwischen auch schon neue Aufbrüche mit den ersten Gottesdiensten, Planungen, neuen Formen des Austauschs. Für den Weg, der vor uns liegt, werden wir wohl noch einigen an Geduld brauchen, aber wir können ihn mit der Zuversicht gehen, dass Gott mitgeht, dass er uns hilft, die Knoten zu lösen.

Das folgende Gebet stammt aus einer Maiandacht, die vom Bistum Rottenburg-Stuttgart veröffentlicht wurde.

Maria, Knotenlöserin, du zeigst mir deinen Sohn Jesus Christus, der in die Höhen und Tiefen meines Lebens seinen Geist senden will.
Mit dir gemeinsam bitte ich ihn:
Wenn meine Wege verschlungen sind – sei du bei mir.
Wenn ich die Orientierung verloren habe – sei du bei mir.
Wenn ich keinen Ausweg sehe – sei du bei mir.
Wenn ich die Kostbarkeit meines Lebens spüre – sei du bei mir.
Wenn ich dankbar auf gute Wendungen schaue – sei du bei mir.
Wenn ich frei meinen Weg gehe – sei du bei mir.
Lass mich erkennen, dass du auch mir begegnen und mich befreien willst – HEUTE!

Dafür danke ich dir mit Maria und in der Kraft des Heiligen Geistes. Amen

Ich wünsche Ihnen weiterhin Gesundheit und Achtsamkeit, Freude über das, was durch die Lockerungen möglich wird und Geduld und Gottes Segen für den Weg in die Zukunft.

Ihre Gemeindereferentin Ulrike Lebert

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