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Impuls 10.4.2020 – Karfreitag

Karfreitag – Tag des Kreuzes, der Trauer. Jesus, der Hoffnungsträger für so viele Menschen damals, stirbt einen schmählichen, grausamen Tod am Kreuz. Und wie reagieren die Menschen, die das miterleben? Sehr unterschiedlich, das wissen wir, von Verspotten, Weglaufen bis zum Mitfühlen. Das Bild auf der Seite habe vor einigen Jahren bei einem Urlaub in Italien entdeckt und die Darstellung berührt mich sehr. Maria steht ganz nah bei ihrem sterbenden Sohn – es muss ihr das Herz zerreißen… Sie umfängt den Kreuzesbalken und den Körper Jesu und fängt mit ihrer Hand das Blut auf, das aus Jesu Seitenwunde fließt. Was für eine starke, zärtliche Geste!

Für Maria, das Vorbild unseres Glaubens, findet der Theologe Thomáš Halík folgende Worte: „Maria harrte unter dem Kreuz des Herrn aus. Als der, der aus ihrem Schoß hervorgegangen war, in diesen Schoß tot zurückkehrte, ließ Maria als klarer Stern in jener dunkelsten und verzweifelsten Stunde der Heilsgeschichte das Licht ihres Glaubens nicht erlöschen. Mit ihrer Zärtlichkeit und ihrer Hoffnung leuchtet sie bereits gleichsam als erster Strahl der Auferstehung“. (aus: Thomáš Halík. Starker Wein, nicht lauwarmes Wasser)

Als Christen deuten wir den Kreuzestod Jesu als Heil, als Erlösung für uns Menschen.

Beten wir mit den einfachen Worten eines Kinderliedes:

Seht das Zeichen, seht das Kreuz, es bedeutet Leben. Jesus starb für uns am Kreuz, wollt uns Leben geben. Danke, Jesus, für dein Kreuz, danke für dein Leben.

Ulrike Lebert, Gemeindereferentin

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